Alle paar Jahre erneuert sich der Körper – ein Mythos?!

FOCUS ONLINE, Petra Apfel

Gehört hat es jeder schon einmal: Alle sieben Jahre verändert sich der Mensch –  seine Figur, seine Haare, ja sogar die Persönlichkeit. Lange galt das als reiner Mythos. Die moderne Zellforschung stellt jetzt fest: Der Körper erneuert sich tatsächlich. Es dauert allerdings keine sieben Jahre.

  • Organe, Knochen, Haut – fast alle Körperzellen „wachsen nach“, wenn alte Zellen sterben.
  • Nach zwei Jahren ist die Leber komplett neu, nach zehn unser Skelett.
  • Ausgerechnet unser Herz muss eine Leben lang mit der Mehrzahl derselben Zellen auskommen – maximal 40 Prozent erneuern sich.

Natürlich verändert sich jeder Mensch – körperlich, geistig, psychisch. Das ergibt sich schon zwangsläufig durch die verschiedenen Lebensphasen.

Wer will, kann sogar Sieben-Jahres-Phasen erkennen: vom Säugling zur Siebenjährigen, die ihre Milchzähne verliert, zur 14-Jährigen in der Pubertät, zur 21-jährigen Erwachsenen, zur 28-jährigen Mutter …

 

Anthroposophie trifft Zellbiologie

Lang galt der Sieben-Jahres-Rhythmus als reiner Mythos, entwickelt von Rudolf Steiner als Teil seines anthroposophischen Weltbilds. Dabei kam es ihm in erster Linie auf die Entwicklung der „Wesensglieder“ eines Menschen an, also Persönlichkeit, Charakter, Psyche.

 

Er sagte aber auch: „Der Mensch stößt im Laufe von sieben bis acht Jahren seine sämtliche physische Materie ab und erneuert sie.“ Und hier trifft sich Esoterik mit moderner Wissenschaft.

Auch der schwedische Zellbiologe Jonas Frisén vom Karolinska-Institut kennt die Mär von den Umschwüngen alle sieben Jahren. Er forscht seit Jahren auf dem Gebiet der Zellerneuerung und sagt: „Ich habe tatsächlich etwas Amateur-Recherche zu diesem Mythos angestellt, leider ohne Erfolg.“

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